
Barrio de Santa Cruz: Was vom Judenviertel Sevillas wirklich übrig ist
Ein Mauerstück, drei Kirchen, die Synagogen waren, eine Mikwe unter dem Boden und ein nie ausgegrabener Friedhof. Die ehrliche Liste — was belegt ist und was nicht.
Was wir in den Archiven finden, während die sechs Räume entstehen: das jüdische Viertel, das 1248 im heutigen Barrio de Santa Cruz entstand, seine drei zu Kirchen gewordenen Synagogen, das Pogrom von 1391, die Vertreibung von 1492 und das Ladino, das mit ihr den Hafen verließ. Wirkliche Namen, jeder mit seiner Akte dahinter.
Und wenn etwas Legende ist, sagen wir es.

Ein Mauerstück, drei Kirchen, die Synagogen waren, eine Mikwe unter dem Boden und ein nie ausgegrabener Friedhof. Die ehrliche Liste — was belegt ist und was nicht.

Drei Gebäude, die in anderthalb Jahrhunderten zweimal die Religion wechselten. Heute sind sie Kirchen, und nur eines bewahrt Reste dessen, was es war.

Drei Monate, um sich taufen zu lassen oder zu gehen. Rund fünfzigtausend Menschen gingen in Sevilla an Bord, und mit ihnen ging das Kastilische, das zu Ladino werden sollte.

Eine Gasse im Barrio de Santa Cruz trägt ihren Namen und einen Totenkopf aus Kachel. Der zeitgenössische Chronist nennt den Vater und erwähnt keine Tochter.

Jahre des Predigens, ein Überfall und drei Schicksale: sterben, gehen oder sich taufen lassen. Das Jahr, das das Viertel neu machte.

Unter den Murillo-Gärten liegt die Nekropole des Judenviertels, großenteils nicht ausgegraben: die Geschichte eines Fundes.

Drei Verträge aus dem Jahr 1474 in einem Sevillaner Notariatsakt: eine jüdische Frau, die die Augen von Christen und Muslimen heilte.